Wheelchair-Junior Race zum Saisonauftakt

Quellenangabe: DRS Deutscher Rollstuhl-Sportverband e.V.

Einlagerennen über 60 m beim ISTAF-INDOOR-Wettbewerb der Leichtathleten



Am 1. Februar 2019 feierten 12.100 Zuschauer in der Mercedes Benz Arena Berlin die Top-Stars der Leichtathletik-Weltelite – und mitten drin im Getümmel und der Wahnsinns-Atmosphäre waren auch fünf Rennrollstuhlfahrer bei ihrem Einlagerennen über die 60-Meter-Distanz.

Die Aufregung im Vorfeld war groß bei den angereisten Athleten, Amos Donath, Jannes Günther, Maximilian Jagodzinski, Florian Wehmeier und Denis Schmitz. Mit Denis, Florian, Jannes und Maximilian waren gleich vier Fahrer aus dem Team „Go for Tokyo“ vertreten. „Go for Tokyo“ ist das Nachwuchsprojekt des Fachbereichs. Leichtathletik, gefördert von der Firma Invacare GmbH.

Zur Vorbereitung traf man sich bereits am Donnerstag im Olympischen und Paralympischen Trainingszentrum Kienbaum. Ideale Bedingungen, um sich bei  gemeinsamen Trainingseinheiten in der Leichtathletikhalle auf den Wettkampf einzustimmen. Startübungen standen auf dem Programm, keiner sollte und wollte schließlich beim Losfahren im Wettkampf wertvolle Sekunden liegen lassen. Die Stimmung bei den Kids war cool, gemeinsam mit ihren Begleitern freuten sie sich auf das Spektakel in der Arena.

Dann war es so weit. Von Kienbaum fuhren wir gemeinsam nach Berlin, wo wir toll aufgenommen und von Andreas aus dem Organisationsteam des ISTAF voll und ganz wieder unterstützt wurden. Nach dem Einfahren auf der Wettkampfbahn in der Halle stieg die Spannung bis es endlich so weit war. Startschuss und Los – jeder gab sein Bestes, die erreichten Zeiten sprachen für sich. Da verschiedene Altersgruppen am Start waren, es sich um ein gemischtes Demonstrationsrennen  handelte, entspricht der Zieleinlauf nicht wirklich einer Rangliste. Amos Donath, mit 9 Jahren der absolut jüngste Teilnehmer, gefolgt vom 13-jährigen Forian Wehmeier schlugen sich hervorragend, im Feld der 17-jährigen Maximilan Jagodzinski und Jannes Günther der Klasse T54. Denis Schmitz, als ältester Teilnehmer, aber mit der stärksten Behinderung (T33) zeigte, was man als Rio-Paralympics-Teilnehmer über die 60 m leisten kann.

Nach vielen Fotos, einer Klasse-Ehrung fuhren alle stolz wie Bolle, wie man in Berlin sagen würde, zurück in die Katakomben der Mercedes Benz Arena. Dort , zur Überraschung – noch ein Gruppenfoto mit den Maskottchen der großen Berliner Sportvereine.

Natürlich ließen es sich unsere Schnellfahrer nicht entgehen, den deutschen Leichtathleten bei ihren spannenden Wettkämpfen noch die Daumen zu drücken, bevor es zurück nach Kienbaum ging.